Öko-Erzeugergemeinschaft Alb-Leisa

Lebensmittelmanufaktur
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Die erst 2006 wiederentdeckte schwäbische Alblinse ist Passagier des Slow Food-Projekts "Arche des Geschmacks"
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Leisa - schwäbisch für Linsen - wurden auf der Schwäbischen Alb bis zur Mitte des 20. Jahrh. angebaut. Die niedrigen Erträge und der große Arbeitsaufwand bei Ernte und Reinigung waren Ursachen für das völlige Verschwinden dieser uralten Nahrungspflanze in ganz Deutschland. Seit Anfang der 1980er Jahre baut die Familie Mammel, und seit 2001 die damals gegründete Öko-Erzeugergemeinschaft „Alb-Leisa“, Linsen auf der Schwäbischen Alb an. Damit wurde eine Tradition wiederbelebt, die in den 1950er Jahren wegen des großen Aufwandes bei der Ernte und Reinigung ausgestorben war. 2012 gehören 62 Bio-Höfe zu der Erzeuger-gemeinschaft. Sie bauen auf ca. 220 Hektar Linsen an, welche in der zentralen Aufbereitungsanlage in Lauterach gereinigt und verpackt werden. Beliefert werden bisher Läden und Gaststätten in Baden-Württemberg und den daran angrenzenden Landkreisen.

Seit vielen Jahren baut die Erzeugergemeinschaft eine kleine, dunkelgrün marmorierte Linsensorte an, welche aus Frankreich stammt. Sie hat sich unter den Anbaubedingungen der Schwäbischen Alb gut bewährt und besitzt hervorragende Geschmacks- und Kocheigenschaften. Die alten Sorten der 1940er und 1950er Jahre, „Späths Alblinse I und II“, waren völlig verschwunden und wurden erst wieder 2006 in der Wawilow-Saatgutbank in St. Petersburg (Russland) entdeckt. Dort bekamen 2007 die Bauern der Erzeugergemeinschaft wenige hundert Linsensamen. Diese wurden 2008 bis 2010 in mühevoller Arbeit vermehrt. Zuerst im Gewächshaus, dann unter Hagelschutznetzen und schließlich im Freiland. 2011 konnte die Erzeugergemeinschaft schon auf 34 Hektar Späths Alblinse II „Die Kleine“ anbauen und sie damit erstmals zum Verkauf anbieten. Die größere Schwester, Späths Alblinse I, ist seit der Ernte 2012 auf den Markt.